Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

18.04.2023
Loccumer Tagung

"Ernährungs-, Klima- und Biodiversitätskrise - Wie lösen wir eine Krise, ohne eine andere zu verstärken?"

Vom 03. bis zum 05.05.2023 findet die Loccumer Tagung “Ernährungs-, Klima- und Biodiversitätskrise - Wie lösen wir eine Krise, ohne eine andere zu verstärken?” der Ev. Akademie Loccum statt. Die Tagung fokussiert auf die Frage, wie wir gleichzeitig global die Ernährung sichern, effektiven Klimaschutz betreiben und die Artenvielfalt erhalten und fördern können. Folgende Themen soll erörtert werden:

• Welchen Einfluss haben militärische Konflikte, Klimawandel und Biodiversität auf die Ernährungssicherheit?
• Können Klima- bzw. Naturschutz in der Landwirtschaft und Ernährungssicherung gleichzeitig erfolgen?
• Wie ist der Ernährungssektor in Deutschland resilienter aufzustellen?
• Was kann Deutschland langfristig zu einer globalen Ernährungssicherung beitragen?
• Welche Auswirkungen auf die Produktion hat die Reduktion von Pflanzenschutz- und Düngemitteln?
• Welchen Beitrag können bodenlose Produktionsweisen leisten?
• Wie sichern wir effektiv Flächen für die Lebensmittelproduktion, Klima- und Naturschutz?

Das Programm ist auf der Homepage der Akademie eingestellt und HIER zu finden, ebenso wie die Möglichkeit, sich zur Tagung anmelden.

04.04.2023
Können Bienen die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln erhöhen? Auch angesichts des Ukraine-Krieges und dessen direkte Auswirkungen und Folgen?

Vortrag von Heinrich Kersten

Heinrich Kersten von den Bienenfreunden Verden wird am 10.5.23 ab 19:30 Uhr im Alten Schulhaus in Verden einen Vortrag zum Thema „Können Bienen die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln erhöhen? Auch angesichts des Ukraine-Krieges und dessen direkte Auswirkungen und Folgen?“. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der kostenlosen Veranstaltung teilzunehmen. Vortrag: Können Bienen die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln erhöhen? Auch angesichts des Ukraine-Krieges und dessen direkte Auswirkungen und Folgen? Wann: 10.5.23 ab 19:00 Uhr Wo: Altes Schulhaus (Schulstraße 10, 27283 Verden) Eintritt: frei (Spende für Verdener Tafel möglich)

30.03.2023
Landvolk kritisiert den Nährstoffbericht

Perspektiven für die Landwirtschaft erneut Fehlanzeige

Der jetzt vorgelegte zehnte Nährstoffbericht des Landes Niedersachsen präsentiert große Verminderungen an gewässerbelastenden Nährstoffverlusten in der Landwirtschaft. Aus Sicht des Landvolks Niedersachsen werden die Anstrengungen der Landwirtschaft darin erneut nicht genug gewürdigt. „Für den Landesbauernverband ist es mehr als enttäuschend, dass nicht mit einem Wort darauf eingegangen wird, wie die Erfolge vieler Betriebe im Gewässerschutz jetzt endlich durch unbedingt erforderliche Anpassungen im Düngerecht honoriert werden können“, kritisiert Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies.

„Wir sind empört, dass hier die Landwirtschaftskammer und das Landwirtschaftsministerium nur eine Chronistenrolle übernehmen und nebulös erst für die kommenden Jahre ein verursachergerechtes System in der Landesdüngeverordnung ankündigen. Dabei zeigen die jetzt schon veralteten Zahlen, dass in weiten Teilen des Landes die Stickstoffdüngung unter dem Druck des Gewässerschutzes und zusätzlich angetrieben durch die Energiekrise auf ein Niveau zurückgefahren worden ist, das uns große Sorge bereiten sollte“, bewertet Hennies die aktuelle Lage.

Das Landvolk sieht insbesondere in den so genannten „roten Gebieten“ für die Landwirtinnen und Landwirte keinerlei Perspektiven, die der Bericht hätte aufzeigen können. „Man sieht an den Zahlen, wie stark die Stickstoffdüngung hier weit unter den Bedarf der Pflanzen zurückgefahren wird“, erläutert Holger Hennies. „Aber so sehr sich die Betriebe bemühen, gibt es keine erkennbaren Anstrengungen der Landesregierung, den Forderungen der Landwirtschaft nachzukommen, bei nachweislich besonders gewässerschützender Bewirtschaftung mehr Flexibilität oder sachgerechte Ausnahmen zuzulassen. Selbst die besonders grundwasserschützende Bewirtschaftung der Flächen als Dauergrünland sind es dem Umwelt- und dem Landwirtschaftsministerium nicht wert, hier zu angemessenen Lösungen zu kommen“, bemängelt der Landvolkpräsident. Beschönigend wird von einem „verordneten geringeren Bedarf“ der Pflanzen gesprochen und nicht von staatlich vorgegebener Mangelernährung der Pflanzen in den „roten Gebieten“.

Der Landesbauernverband weist darauf hin, dass in den Regionen, in denen der Nährstoffbericht vor allem beim Phosphatanfall aus der Tierhaltung noch vermeidbare Überschüsse dokumentiert, die angesichts der seit dem Stichtag 1. Januar 2022 eingetretenen Aufgaben insbesondere der Schweinehaltung inzwischen nochmals deutlich niedriger ausfallen. Bei den rechnerischen Bilanzüberschüssen wird vom Landvolk für das noch nicht berücksichtigte Wirtschaftsjahr 2022/2023 landesweit bei Stickstoff ein so tiefes Niveau (s. Grafik) erwartet, dass es auf vielen Standorten nicht mehr ausreicht, die Erhaltung des Humusgehalts im Boden sicherzustellen. „Wenn wir dies weiter zulassen, dann treiben wir unsere Höfe nicht nur in eine Spirale der abnehmenden Bodenfruchtbarkeit und existenzbedrohender Mindererträge, sondern werden in Folge des Düngerechts auf unseren Ackerflächen durch erzwungenen Humusabbau klimaschädliches CO2 freisetzen“, gibt sich Hennies besorgt. Des Weiteren unterlasse der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den Hinweis, dass Deutschland seit 2019 die Nordseekonvention, was Nährstoffeinträge über die Oberflächengewässer angeht, einhält. Hennies: „Auch das Einhalten der EU-Ammoniak-Richtlinie seit 2020 wird geflissentlich übergangen.“

Die im Bericht gezeigte Darstellung der Grundwasserbelastung mit Nitrat unterschlägt aus Sicht des Landvolks, dass wegen der langen Fließzeiten des Sickerwassers bis zu den Grundwasser-Messstellen schlicht historisch bedingte Effekte zum Tragen kommen. „Es ist für uns auch nicht akzeptabel, wenn hier verborgen wird, dass die EU-Kommission schon lange einen deutlichen Ausbau an geeigneten Messstellen und anderen Monitoring-Maßnahmen einfordert, aber wir Landwirte weiter mit Ergebnissen von teilweise sehr zweifelhaften Messstellen konfrontiert werden. Erst kürzlich musste das Land wegen solcher Mängel etliche Stellen aus dem Ausweisungsmessnetz für die so genannten ‚roten Gebiete‘ entfernen“, erinnert Hennies. Nach einem vom Landvolk in Auftrag gegebenen Gutachten bestehen bei bis zu 50 Prozent der verwendeten Messstellen Zweifel an deren Konformität mit Vorgaben des Bundes. Dazu liegen dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg inzwischen mehrere Klagen von betroffenen Landwirtinnen und Landwirten vor.

27.03.2023
Neuigkeiten SuedLink

Einwendungen für den Abschnitt A4

Neuigkeiten SuedLink: Die Einwendungen können von allen Betroffenen für den Abschnitt A4 bis zum 20.04.2023 geltend gemacht werden. Die Stellungnahmen sind über einen der folgenden Wege an die Bundesnetzagentur zu richten:

• Elektronisch vorzugsweise per Onlineformular HIER (vorhaben3-a4) oder HIER (vorhaben4-a4)
• Per E-Mail an V3V4A4@bnetza.de
• Schriftlich an die Bundesnetzagentur: Referat 804, Postfach 8001, 53105 Bonn (Betreff: Vorhaben 3 und 4 Abschnitt A4).

Weitere Details hierzu gibt es unter HIER.

23.03.2023
(Online-)Veranstaltung des Evangelischen Verbandes Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt e. V.

Was bringt uns auf den richtigen Weg? Ein Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Michael Hüther und Sven Giegold zu Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum"

Wir möchten auf die heutige (Online-)Veranstaltung des Evangelischen Verbandes Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt e. V. ” Was bringt uns auf den richtigen Weg? Ein Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Michael Hüther und Sven Giegold zu Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum” hinweisen.

Termin: 23. März 2023 von 19 – 20 Uhr in Hannover und NEU VIA ZOOM!
Zielgruppe: Alle Interessierten

Referent*innen/Podium:
Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor Institut der deutschen Wirtschaft
Sven Giegold, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Moderation: Sonja Borski, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Bremen

Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Teilnahme ist online per ZOOM möglich

Anmeldung: Es wird um eine kurze Mail an Angela Haubrich (a.haubrich@kwa-ekd.de) gebeten. Sie möchten das Streitgespräch digital verfolgen? Bitte melden Sie sich mit dem Stichwort ZOOM an. Ihnen sollten umgehend die Einwahldaten zugesendet werden.

Weitere Informationen finden Sie HIER.

22.03.2023
Demonstration anlässlich der Agrarministerkonferenz in Büsum

Der Bauernverband Schleswig-Holstein organisiert anlässlich der Agrarministerkonferenz in Büsum eine Demonstration. Am 23.3.23 von 9 bis 12 Uhr am Hafen von Büsum (Südstrand). Geplant ist eine Kundgebung ab 10 Uhr mit dem Präsidenten Lucht sowie weiteren Vertreter*innen anderer Verbände. Hiermit rufen wir auch unsere Mitglieder dazu auf, sich an der Demo zu beteiligen.

22.03.2023
Bundesweiter Aktionstag "Landwirt für einen Tag"

Höfe gesucht!

Das Forum Moderne Landwirtschaft veranstaltet auch in diesem Jahr die bundesweite Aktion „Landwirt für einen Tag“. Ziel ist es, interessierte Menschen auf die Höfe zu holen, die dort einen Tag mitarbeiten. Auch unser Vorsitzender Jörn Ehlers hat im letzten Jahr bei der Aktion mit gemacht in ein positives Resümee gezogen: „Viele Dinge in der Landwirtschaft lassen sich nicht mit zwei Sätzen erklären, da es ist schön, wenn man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen kann, seinen Beruf darzustellen.“ Interessierte Betriebe können sich noch bis zum 31. März 2023 online HIER anmelden.

21.03.2023
Mitgliederversammlung in Hellwege

Mit Gastreferent David McAllister

Gestern fand unsere Mitgliederversammlung in Prüser‘s Gasthof in Hellwege statt. Als Gastreferent war David McAllister geladen, der einen Vortrag über die europäische Landwirtschaftspolitik sprach. Der Verdener Landrat Peter Bohlmann sprach das Grußwort. Außerdem wurden die ausgeschiedenen Ortsvertrauenslandwirte geehrt. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für euren Einsatz: Jürgen Böschen, Frank Heilemann und Bernd Pralle. Auch Ina Behrens wurde für ihr langjähriges Engagement bei den LandFrauen geehrt sowie Anja Meier für ihr großes Engagement im Verein NEUA e. V. Auch euch nochmal ein herzliches Dankeschön! Einen ausführlichen Bericht lest ihr in der kommenden Mitgliederzeitung.

15.03.2023
Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins an der Wiedau

Lütjens bleibt vorerst Vorsitzender des lwd. Vereins Vereins an der Wiedau

Die Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins an der Wiedau war mit über 50 Teilnehmer*innen, die sich im Landgasthaus Meyer in Hemslingen zusammenfanden, auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Die Vorstandswahlen ergaben eine Wiederwahl von Lutz Lütjens in seiner Funktion als erster Vorsitzender des Vereins. Dieser kündigte jedoch an sein Amt im nächsten Jahr abtreten zu wollen, geeignete Kandidat*innen werden daher gesucht. Kreislandwirt Christian Intemann trat sein Amt als Kassenwart nach 15 Jahren des Engagements an Malin Lünsmann ab und wurde hierfür geehrt. Geehrt wurde ebenfalls der Nachwuchs des Berufsstandes: Kai Lüdemann für die erfolgreich abgeschlossene einjährige Fachschule sowie Maren Lüning für die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zur Landwirtin.

Neben interessante Vorträge zu aktuellen landwirtschaftlichen Themen von Intemann (auch Vorsitzender des Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden) und Alexander Kasten (Geschäftsführer Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden) sowie Dr. Gerd Kracke (Außenstellenbeauftragter Landwirtschaftskammer Außenstelle Verden), erhielten die Anwesenden einen Bericht über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Hier stand die Feldrundfahrt mit rund 100 Teilnehmer*innen im Fokus. Im nächsten Jahr möchte der Verein das Programm erweitern.

14.03.2023
Kostenlose Werbemöglichkeit für Direktvermarkter*innen

Im Zuge des Relaunchs der Website unserer Imagekampagne „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ wird diese bald mit neuen Funktionen begeistern. So soll es künftig unter anderem eine Übersicht der Direktvermarktungsangebote unserer Mitgliedsbetriebe geben. Hiervon profitieren nicht nur die Seitennutzer*innen, die hierdurch eine ausführliche Übersicht der regionalen Angebote erhalten, sondern auch unsere Betriebe, indem sie eine zusätzliche kostenlose Werbemöglichkeit erhalten.

Egal ob Hofladen, Selbstpflückangebot, Marktstand, Pflanzenabverkauf, Imkerei oder Verkaufsautomaten bei Interesse nehmen wir die Angebote unserer Mitgliedsbetriebe gerne auf die neue Website unserer Imagekampagne mit auf, meldet euch hierfür unter sievers@landvolk-row-ver.de.

Aktuelles aus dem Landesverband

19.12.2025
Brotgetreidemarkt geht ohne Schwung in die Weihnachtspause
Pflanzen

(AMI) Schwache Weizenkurse an der Pariser Börse setzen den Brotgetreidemarkt weiter unter Druck. Zum Jahresende bleibt das Geschäft ruhig, Erzeuger- und Großhandelspreise geben nach.

Am deutschen Brotgetreidemarkt hat sich die vorweihnachtliche Zurückhaltung weiter verfestigt. Der Handel beschränkt sich nahezu vollständig auf die Abwicklung bestehender Kontrakte, während Neugeschäft kaum zustande kommt. Sowohl auf Erzeuger- als auch auf Abnehmerseite fehlt es an Kauf- und Verkaufsimpulsen. Viele Marktteilnehmer haben ihre Vermarktung für dieses Jahr abgeschlossen und richten den Blick bereits auf das neue Jahr. Logistische Engpässe zum Jahresende und steigende Transportkosten begrenzen zusätzlich die Aktivitäten.

Der Terminmarkt drückt auch auf die Preise auf Großhandelsebene. Für Brotweizen werden franko Hamburg aktuell 195 EUR/t genannt und damit 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Am Niederrhein fällt der Rückgang deutlicher aus: Hier kostet Brotweizen mit 195 EUR/t rund 5 EUR/t weniger als zuletzt. Brotroggen wird franko Niederrhein mit 179 EUR/t bewertet und liegt damit 1 EUR/t unter Vorwochenlinie. Auch auf Großhandelsebene unterstreichen die Rückgänge die ruhige Marktlage und das fehlende Kaufinteresse zum Jahresende.

Diese Entwicklung schlägt zunehmend auf den Kassamarkt durch. Im Bundesdurchschnitt geben die Erzeugerpreise für Brotgetreide leicht nach. Für Brotweizen werden aktuell 167,12 (145-184) EUR/t frei Erfasserlager genannt, das sind 1,86 EUR/t weniger als in der Vorwoche und 2,37 EUR/t unter dem Monatsmittel November. Qualitätsweizen verliert im Wochenvergleich 2,42 EUR/t und notiert mit 170,76 (151-188) EUR/t zugleich 3,37 EUR/t unter dem Vormonat. Auch Brotroggen zeigt sich schwächer und wird mit 142,93 (122-170) EUR/t bewertet, ein Minus von 0,86 EUR/t zur Vorwoche und 1,72 EUR/t gegenüber November. Braugerste gibt im Wochenvergleich um 1,67 EUR/t auf 163,80 (140-180) EUR/t nach, liegt damit jedoch weiterhin 1,08 EUR/t über dem Monatsmittel November. Insgesamt bleiben die Preisbewegungen gering und spiegeln die sehr niedrigen Umsätze zum Jahresende wider.

Auf den Feldern präsentieren sich die Winterungen überwiegend in gutem Zustand. Die Feldarbeiten sind abgeschlossen, vielerorts hat die Winterruhe eingesetzt. Aus pflanzenbaulicher Sicht wird auf eine stabilere Kältephase gehofft, um das Bestandswachstum zu bremsen. Marktseitig dürfte sich bis zum Jahreswechsel an der ruhigen Lage wenig ändern. Neue Impulse werden frühestens im Januar erwartet – dann bleibt abzuwarten, ob sich der Terminmarkt stabilisiert und wieder mehr Kaufinteresse entsteht.

19.12.2025
Umsätze am Rapsmarkt bleiben überschaubar
Pflanzen

(AMI) Angesichts der baldigen Weihnachtsfeiertage bleibt die Nachfrage am Rapsmarkt verhalten. Ohnehin bietet das aktuelle Preisniveau kaum Anreiz zum Verkauf.

Die Pariser Rapsnotierungen konnten ihr Niveau kurz vor Weihnachten nicht halten und verzeichnete fünf Tage in Folge rote Zahlen. So schloss der Fronttermin Februar 26 am 18.12.2025 bei 461 EUR/t und verlor damit kräftig um 17,75 EUR/t im Vorwochenvergleich. Auch Partien der Ernte 2026 tendieren schwächer. Neben schwachen US-Soja- und Rohölnotierungen übte dabei auch das weltweit üppige Angebot Druck aus. Mit dem zuletzt festen Euro verteuern sich zudem EU-Partien für Abnehmer aus anderen Währungsländern, was die Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt deutlich schmälert.

Mit dem Minus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene abwärts. Bei unverändertem Aufgeld sind für Partien zur Lieferung ab Januar 2026 franko Hamburg rund 475 EUR/t möglich und damit 2 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, auch hier vergünstigen sich Partien zur Lieferung ab Januar auf Wochensicht um 2 auf 485 EUR/t. Preismeldungen für Ware zur Lieferung im Dezember sind nicht mehr erhältlich. Dabei bleibt es insgesamt ruhig, lediglich im Norden des Landes wird vereinzelt von Umsätzen berichtet. Andernorts kehrt bereits vorweihnachtliche Ruhe ein. Die Importe laufen indes stetig. Im Dezember wurde vermehrt Ware gesucht, für die zweite Januarhälfte finden sich dagegen kaum Abnehmer. Die Ernte 2026 bleibt indes kaum besprochen.

Die Preisentwicklung am Kassamarkt spiegelt in der 51. KW die Entwicklung an den Terminmärkten wider. So werden auf Erzeugerstufe aktuell im Bundesdurchschnitt 452 EUR/t genannt. Damit liegt der Durchschnittspreis 3,50 EUR/t unter Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 426-470 EUR/t. Von Verarbeiterseite besteht auch weiterhin kaum Kaufinteresse. Für die Zeit von Weihnachten bis Neujahr scheint bereits gut vorgesorgt zu sein. So bleibt es weitgehend ruhig am physischen Markt. So fußen die Mengenbewegungen lediglich auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. In der Hoffnung auf Preissteigerungen wird die weitere Vermarktung ins kommende Jahr geschoben.

19.12.2025
Verbraucher profitieren von günstigen Kartoffeln
Pflanzen

(AMI) Zu den kommenden Festtagen gibt es aktuell reichlich Angebote günstiger Kartoffeln im LEH. Der Absatz ist gut. Exporte von Speiseware werden dagegen ruhiger. Für jede Verwertung bleibt das Angebot reichlich und der Erzeugerpreis unverändert niedrig.

Wie jedes Jahr wird das Kartoffelgeschäft vor den Weihnachtstagen von vielen Werbeanstößen im LEH begleitet. Die AMI registriert 44 gegenüber 43, so dass dem Verbraucher verbreitet günstige Kartoffeln angeboten werden. Dabei sind die Preise sehr unterschiedlich. Es gibt das Kilo im 10 kg Sack für 30 bis 43 Cent, in der 5-Kg Einheit für 40 bis 80 Cent und in 2 bis 3 kg Packungen für 0,48 bis 1,25 EUR/kg. Wie dargestellt spreizen die Preise weit, was an Aufmachung und Region liegt. In den meisten Fällen sind die Preise ein gutes Stück niedriger als im Vorjahr, was vor allem auf die wesentlich niedrigeren Erzeugerpreise zurückzuführen ist. Es sieht derzeit danach aus, als würden Verbraucher auch Anfang 2026 noch recht günstig Kartoffeln einkaufen können. Einerseits haben schon Ketten mit ihren Lieferanten bis weit in den Januar hinein entsprechende Preise festgezurrt, andererseits erwarten unsere Informationspartner zunächst keinen weiteren Aufschlag für die Lagerhaltung. Dafür ist das Angebot nach wie vor zu groß.

Der Marktbedarf wird verbreitet mit ungekühlter Ware – oft aus dem Flächenlager – versorgt. Das wird angesichts der hohen Füllstände im Lager wohl noch eine Weile so bleiben. Ob es dann einen Lagerkostenaufschlag für Speisekartoffeln aus gekühlten Kisten geben wird, bleibt abzuwarten. Anbieter werden ihn bestimmt nach dem Jahreswechsel fordern. Dann muss sicherlich auch noch einmal ein Blick auf die Qualitäten geworfen werden. Die sind im LEH immer recht gut, wofür aber tendenziell der Aufbereitungsaufwand weiter steigt. Oft ist zu hören, dass das angelieferte Ausgangsmaterial nicht so gut ist, wie es sein könnte. Werden dann die Aufbereitungsverluste bis Anfang 2026 größer, bedeutet das Erlösminderung für die Erzeuger anstelle von Lagerkostenaufschlägen.

Nach wie vor wird davon berichtet, dass Kartoffeln, deren Aufbereitung nicht mehr lohnt, anderen als ursprünglich zugedachten Verwertungskanälen zugeführt werden. Das sind immer noch Biogasanlagen, Verfütterung und auch die ein oder andere Aktion für die Tafeln oder ähnliche Caritative Bestimmung.

Mehr Exporte zu generieren fällt immer noch schwer. Es wird von tendenziell eher ruhigerem Geschäft berichtet. Die Kunden im Ausland sind wohl zunächst gut versorgt, was vor einem möglichen Wintereinbruch ja auch immer so sein sollte.

19.12.2025
Letzter Marktbericht 2025
Pflanzen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Infobriefes zu den pflanzlichen Erzeugnissen,
dies ist die letzte letzte Ausgabe des Marktberichtes im Jahr 2025. Die nächste Ausgabe erreicht Sie voraussichtlich in der 2. KW 2026.
Das Landvolk Niedersachsen wünscht Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Kommen Sie gesund in das neue Jahr!

19.12.2025
EUDR mit Vereinfachungen für Erzeugerstufe verschoben
Milch und Rind

Der DBV begrüßt die Einigung zur EUDR und die damit verbundenen Vereinfachungen. Der Start der EUDR wird auf den 30.12.2026 verschoben, für Kleinst- und Kleinbetriebe zusätzlich auf den 30.06.2027. Für Betriebe in Ländern ohne Entwaldungsrisiko: Statt Geodaten reicht künftig die Betriebsadresse, eine einmalige vereinfachte Sorgfaltserklärung pro Betrieb sowie die Schätzung der Erntemengen. Zudem entfällt die Pflicht zur Sammlung von Referenznummern entlang der Lieferkette. Die Verpflichtung der EU-Kommission bis April 2026 weitere Vereinfachungen zu prüfen, wird der DBV intensiv begleiten.

19.12.2025
DBV-Fachforum Milch auf der Grünen Woche
Milch und Rind

Am 19. Januar 2026 um 14:00 Uhr veranstaltet der DBV sein traditionelles Fachforum Milch unter dem Titel „Milch macht Zukunft – Zwischen Politik, Markt und Gesellschaft“. In drei Panels werden Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien von je einem Milchviehhalter und Fachjournalisten zu aktuellen Themen interviewt. Zur Anmeldung geht es unter https://www.bauernverband.de/kalender-veranstaltungen/termin/gruene-woche-2026.

19.12.2025
DBV-Fachausschuss Milch zur Preisentwicklung
Milch und Rind

Im Fokus der Sitzung des DBV-Milchausschusses Anfang dieser Woche standen u. a. die aktuellen Entwicklungen am Milchmarkt und die Sorgen, mit welchen die Milcherzeuger auf den Jahreswechsel blicken. Der zuletzt im LEH beobachtete rapide Preisabfall bei Butter auf unter einen Euro je 250g-Päckchen ist für die Mitglieder des Fachausschusses eine dramatische und inakzeptable Entwertung des hochwertigen heimischen Lebensmittels Milch sowie eine Herabsetzung ihrer täglichen Arbeit. Im Austausch mit Vertretern des LEH platzierte der DBV seine Kritik an dessen Preisgestaltung deutlich.

19.12.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

In der 49. KW lag die Milchanlieferung weiter ungewöhnlich hoch: Sie stieg zur Vorwoche um 0,5 % und lag 7,4 % über dem Vorjahr. Die Preissenkungen haben die Bestellungen für abgepackte Butter stark steigen lassen; die Nachfrage übersteigt die Liefermöglichkeiten, während die Preise auf 3,65 bis 4,85 EUR/kg gefallen sind. Die Preise für geformte Butter sind weiter gefallen, während Blockbutter fester tendiert. Die Nachfrage ist sehr gut, und die Kemptener Notierung wurde auf 4,05 bis 4,30 EUR/kg angehoben. Nachfrage nach Schnittkäse bleibt hoch, die Lager sind knapp. Preise bewegen sich seitwärts.

Markt für MMP ist Mitte Dezember uneinheitlich bei hoher Produktion. Preise tendieren schwächer. Nachfrage nach VMP verhalten, Schokoladenindustrie kauft zurückhaltend ein. Preise auf niedrigem Niveau. MP stabil bis fest, mit guter Nachfrage und leicht festeren Preisen; Molkenproteinkonzentrate stützen den Markt. (AMI, ZMB)

Das Landvolk-Team wünscht Ihnen und Ihren Familien
ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2026!
Der nächste Milchreport erscheint am 09. Januar 2026.