Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

18.01.2024
Bauernpräsident fordert klares Zukunftssignal von der Ampelregierung

Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar: Schlechte Stimmung – trübe Zukunftsaussichten

Anlässlich der VDAJ-Fragestunde auf der Grünen Woche in Berlin fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, erneut die Bundesregierung und die Fraktionen auf, die Pläne einer Steuererhöhung beim Agrardiesel zurückzunehmen. „Wenn jetzt beim Agrardiesel nichts kommt, kommen die nächsten Proteste und Aktionen ab der kommenden Woche. Alles, was bislang angekündigt wurde, hat die Verärgerung der Bauern noch weiter gesteigert statt beruhigt. Die Verantwortung liegt jetzt einzig bei der Bundesregierung und den Regierungsfraktionen. Nur sie können weitreichendere Bauernproteste verhindern.“

Das aktuelle Konjunkturbarometer Agrar zeige, dass für die abermals gesunkene Stimmung in der Landwirtschaft neben den hartnäckig hohen Betriebsmittelkosten gerade die Politik verantwortlich sei. Besonders besorgniserregend sei dabei, dass diese Einschätzung schon vor den „unsäglichen Steuererhöhungsplänen beim Agrardiesel und der Kfz-Steuer“ vorgelegen habe, so der Bauernpräsident wörtlich.

Auch die Bewertung der zukünftigen wirtschaftlichen Lage verharrt laut Konjunkturbarometer Agrar auf niedrigem Niveau. Bei den Veredelungsbetrieben erreicht sie sogar einen neuen Tiefstand. Umso wichtiger sei es jetzt, so die wiederholte Forderung von DBV-Präsident Rukwied, dass die Ampelregierung die Steuererhöhung bei Agrardiesel zurücknehme. Dies sie ein unverzichtbares Zukunftssignal der Ampelregierung an die Landwirtschaft.

15.01.2024
Jörn Ehlers zu Gast im Podcast der Kreiszeitung

Geht es den Landwirten wirklich so schlecht?

Die aktuellen Proteste der Landwirt*innen sowie weiterer Branchen u.a. zu den geplanten Kürzungen der Bundesregierung beherrschen derzeit die Medien. Nach tagelangen Protesten ist die Bundesregierung etwas zurückgerudert, doch die bisherigen Zugeständnisse reichen uns Landwirt*innen nicht aus. Im Podcast der Kreiszeitung erklärt Landvolk-Vizepräsident und Vorsitzender unseres Kreisverbandes Jörn Ehlers nun warum dies so ist. Die komplette Folge mit dem Titel „Geht es den Landwirten wirklich so schlecht?“ gibt es ab Freitag überall dort, wo es Podcasts gibt. Feedback und Anregungen könnt ihr gerne unter podcast@kreiszeitung.de geben.

15.01.2024
Internationale Grüne Woche 2024

Berlin wird zur Drehscheibe der Landwirtschaft und der Ernährung

Nach aktuellen Zahlen hungert jeder zehnte Mensch auf der Erde – mehr als zwei Milliarden Menschen können sich keine gesunde Ernährung leisten. Eine Welt ohne Hunger durch innovative Lösungen für Ernährung und Landwirtschaft rückt die Internationale Grüne Woche (IGW) vom 19. bis 28. Januar 2024 in Berlin in den Fokus. Mehr als 300 Seminare und Fachdiskussionen bringen Expertinnen und Experten aus aller Welt in Berlin zusammen. Sie sind teilweise öffentlich zugänglich und bieten damit Besuchern die Möglichkeit, sich über die wichtigsten Fragen rund um Ernährung, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, ländliche Entwicklung oder zukünftige Kraftstoffversorgung auszutauschen, schreibt der Landvolk-Pressedienst.

Niedersachsen ist in Halle 20 durch zahlreiche Aussteller*innen vertreten und präsentiert dort u.a. seine typischen kulinarischen Köstlichkeiten wie Kartoffeln, Schinken und Milch. Ebenfalls wieder mit dabei ist auch unsere Landvolk-Imageinitiative „Eure Landwirte - Echt grün e. V.“, die im Rahmen ihres Messeauftritts auf Stand 113 mit den zahlreichen Besucher*innen in den Dialog zur heimischen Nahrungsmittelerzeugung tritt.

Der Normalpreis für ein Tagesticket von Montag bis Samstag liegt bei 16 Euro, an Sonntagen bei 13 Euro. Mit dem „Happy Hour-Ticket“ kann die Messe von Montag bis Freitag ab 14 Uhr besucht werden. Eintrittskarten können HIER erworben werden, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Grüne Woche ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet – am Freitag, den 26. Januar sogar von 10 bis 20 Uhr.

05.01.2024
Aktionswoche "Agrardiesel"

Kundgebung in Bremen mit gemeinsamer Anreise

Berlin war in 2023 der Auftakt: Ab dem 8. Januar wird es landes- und bundesweit eine Woche lang dezentrale Protestaktionen der Landwirte und Landwirtinnen sowie nahestehender Verbände geben, bevor am 15. Januar erneut Berlin das Ziel sein wird. Der Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden schließt sich der gemeinsam mit dem Bremischen Landwirtschaftsverband sowie dem Landesbauernverband Niedersachsen und weiteren Kreisverbänden aus der Region organisierten Aktion in Bremen an. Am 8. Januar 2024 findet dort ab circa 10 Uhr in Bremen-Überseestadt (An der Reeperbahn) eine Kundgebung statt. Alle Mitglieder haben vor Ort die Möglichkeit, ihren Unmut gegenüber den Sparplänen der Regierung kundzutun. Landvolkpräsident Holger Hennies sowie der Präsident des Bremischen Landwirtschaftsverbandes, Hilmer Garbade, werden ihre Ansprache halten.
Wir planen gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Land schafft Verbindung (LsV) eine gemeinsame Anfahrt mit dem Traktor Richtung Bremen. Hier gilt das Motto „Bremen ist das Ziel, Ankommen eine Option“. Alle Mitglieder, die mit einem Traktor anreisen wollen, treffen sich an den jeweiligen Autobahnauffahrten der A1 sowie A27 Richtung Bremen (Stuckenborstel, Posthausen, Oyten/Verden, Langwedel, Achim) zwischen 5 und 6 Uhr morgens. Es ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen, weshalb der Großteil der Traktorfahrer*innen den Kundgebungsort nicht erreichen wird. Die Kundgebung wird daher via Livestream über folgenden LINK übertragen:

20.12.2023
FINKA bietet Einblicke

in Flora & Betriebswirtschaft

Seit 2020 arbeiten im Rahmen des Projektes FINKA (Förderung von Insekten im Ackerbau) 30 Betriebspaare bestehend aus je einem konventionell wirtschaftenden Betrieb und einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb eng zusammen, um herauszufinden wie der Verzicht von Pflanzenschutzmitteln, die gegen Insekten und Unkräuter eingesetzt werden, auf einer Versuchsfläche betriebswirtschaftlich und arbeitstechnisch am besten gelingen kann. Zusätzlich wird wissenschaftlich untersucht, wie sich die geänderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auch auf die Insektenvielfalt auswirkt. Hierzu führen das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig Bonn und die Georg-August-Universität Göttingen verschiedene Untersuchungen durch.

Landwirt Heinrich Blohme und seine Frau Mintja Blohme bilden gemeinsam mit dem Landwirt Uwe Michaelis eines der 30 Betriebspaare und boten Interessierten vergangenen Donnerstag spannende neue Projekteinblicke auf ihrem Betrieb in Hagen bei Langwedel.

Hans Tüllmann, der die Betriebspaare im Bereich Nord-Ost als landwirtschaftlicher Berater vom Kompetenzzentrum Ökolandbau unterstützt, informierte die Besucher*innen über die betriebswirtschaftlichen Projektauswirkungen am Beispiel des Winterweizens 2021. Eine interessante Beobachtung dabei: Bei den Erträgen gab es keine massiven Unterschiede zwischen konventionell bewirtschafteten Flächen und denen ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Das allerdings bietet noch keine taugliche Grundlage für Verallgemeinerungen, so der ausdrückliche Hinweis von Tüllmann. Dafür seien schlicht zu wenige Betriebe in der Auswertung gewesen. Zudem müsse beachtet werden, dass auch das Wetter einen wesentlichen Einfluss drauf habe, wie sich Flächen maschinell bewirtschaften ließen und wie das Kraut wachse. Dies alles habe einen Effekt auf den Ertrag. „Jedes Jahr wird uns mehr Ergebnisse bringen. Ich bin jetzt gespannt auf die Auswertung 2023“, so Tüllmann. Eindeutig zu sehen sei aber: Was auf der Fläche passiert, ist hochgradig kulturabhängig. Silomais, Weizen und Raps etwa seien nicht zu vergleichen.

Dr. Stefan Meyer von der Universität Göttingen lieferte Untersuchungsergebnisse zu der Flora. Als Wissenschaftler mit Wurzeln in der Landwirtschaft nimmt er genau unter die Lupe was wann und wo wächst und welche Insekten es gibt. Aussagen zu der Frage, welche Pflanze welchem Insekt helfe, seien nur bedingt möglich. Jedoch vertrete Meyer die These: Herbizidverzicht reiche nicht aus, um ein signifikantes Mehr an Blütenangebot zu schaffen, da die Art und Weise des Düngens auch Auswirkungen auf den Boden und die dann dort wachsenden Pflanzen habe. Einen spannenden Fachvortrag gab es zudem auch von Imker Heinrich Kersten von den Bienenfreunden Verden zum Thema Landwirtschaft und Insektenschutz, der einmal mehr deutlich machte, dass wir Landwirt*innen im Verbandsgebiet mit unterschiedlichen Maßnahmen aktiv zu mehr Artenvielfalt beitragen.

Neben den vielfältigen Vorträgen konnten die Besucher*innen auch einen Grubber sowie einen Striegel von der Firma Treffler und eine Sichelhacke der Firma Leibing mit 9 Meter Arbeitsbreite besichtigen.

19.12.2023
Demo in Berlin

Landvolk fordert einen Politikwechsel

Jetzt ist Schluss – zu viel ist zu viel: Fast 10.000 Landwirtinnen und Landwirte sind am Montag dem Aufruf des Deutschen Bauernverbandes (DBV) gefolgt und haben in Berlin ihrem Unmut zum geplanten Stopp der Agrardiesel-Subvention und zur Streichung der Kfz-Steuervergünstigungen Luft gemacht. Allein aus Niedersachsen sind mehr als 2.000 Landwirtinnen und Landwirte mit Bussen, Autos oder im Zug sowie weitere 400 Treckerfahrer nach Berlin gekommen, um dem Protest Nachdruck zu verleihen. „Die Regierung hat sich fast nur die Landwirtschaft als besonders zu kürzenden Bereich ausgesucht, obwohl wir unsere Klimaziele eingehalten haben und auch nicht einfach unsere Trecker auf Elektro umstellen können. Wir sollen jetzt die ganzen Steuervergünstigen für andere bezahlen, von denen wir selbst nicht profitieren. Das können wir nicht einsehen“, erklärt dazu Holger Hennies nach der Demo.

Mehr zu der Demo auf unseren Social Media Plattformen (Facebook + Instagram) sowie auf unserer Webseite unter “Reportagen”.

12.12.2023
Milchhof Reeßum KG wird mit "Silberner Olga" sowie Klima-Sonderpreis geehrt

Großer Erfolg für die Milchwirtschaft im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen hat am vergangenen Freitag den 23. Milchlandpreis in Form der goldenen, silbernen und bronzenen „Olga“ und vierstelliger Geldpreise verliehen und ehrt damit die elf besten der 7.800 Milcherzeuger*innen Niedersachsens. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung wurden die Betriebe von den Vorsitzenden der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN), Jan Heusmann und Weert Baack sowie dem Niedersächsischen Landvolkpräsidenten Dr. Holger Hennies geehrt. Der erste Platz und damit die „Goldene Olga 2023“ verdienten sich Kerstin und Frederik Schröder aus Grafschaft Bentheim. Marina Lindhorst-Cordes und Frank Cordes von der Milchhof Reeßum KG freuten sich über den zweiten Platz und wurden mit der „Silbernen Olga 2023“ und 2.000 Euro ausgezeichnet. Außerdem konnte sich die Milchhof Reeßum KG über die Verleihung des diesjährigen Klima-Sonderpreises freuen. Dieser Preis honoriert herausragende Aktivitäten niedersächsischer Milchbauernhöfe im Bereich Klimaschutz. „Da ist man schon ein kleines bisschen Stolz.“, verrät uns Frank Cordes mit Blick auf die doppelte Preisvergabe. Mit 3 Leuten seien die Gutachter für ganze acht Stunden vor Ort gewesen, um sicherzustellen, dass die Anforderungen für die Vergabe des Preise auch wirklich ordnungsgemäß erfüllt wären, was sich bei der Begutachtung des Betriebes dann auch zweifelsfrei bestätigte: Auf dem Betrieb geht es nicht nur den Tieren super, sondern auch auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen legt Cordes großen Wert. Zudem setzt der Rotenburger Milchviehalter sich für Klima-und Umweltschutz ein und leistet durch regelmäßige Hofbesuche für Schulen, Kindergärten und weitere Interessierte zusätzlich einen wichtigen Part für das Image der Branche: „Wir Bauern sind die Erfinder der Nachhaltigkeit, ich finde das müssen wir auch zeigen!“

Nachhaltigkeit ist auch das Stichwort zur Vergabe des Klima-Sonderpreises: Hier habe zum einen der CO2-Fußabdruck und zum anderen ein betrieblicher sparsamer Umgang mit Strom eine wichtige Rolle gespielt. Beides setzt die Milchhof Reeßum KG vorbildlich um. Gründe für den geringen CO2-Fußabdruck seinen laut Cordes vor allem die hohe Milchleistung des Betriebes, die Auswahl der Futtermittel und die Verwertung der Gülle in der Biogasanlage. „Statt Sojaschrott nutzen wir Rapsschrot, welches deutlich geringere Transportwege aufweist, ebenso wie das Maismehl, welches regional angebaut wird. Die Gülle wird direkt in unserer Biogasanlage vergoren, sodass das Methan verwertet wird, wodurch die Umwelt weniger belastet wird und zudem sogar noch grüner Strom produziert wird.“, erläutert der Landwirt. Das Thema Nachhaltigkeit liegt Cordes am Herzen, daher legt er zudem auch Wert auf einen bewussten Umgang mit dem Strom: „Durch unsere neue Milchvorkühlung, bei welcher die Milch mit Brunnenwasser auf 10 Grad Celsius runtergekühlt wird, können wir Strom einsparen. Zudem verfügt unser Stall über neue Lüftungsschläuche die ebenfalls Strom sparen und zudem auch leiser sind, was für mehr Ruhe im Stall sorgt und somit gleichzeitig auch zu mehr Tierwohl beiträgt.“, erklärt der Landwirt. Auch sonst gibt der Milchviehalter sein Bestes, damit es seinen Tieren gut geht: „Tierwohl bedeutet für mich die Abwesenheit von Stress! In der Praxis heißt dies für unseren Betrieb, dass z.B. alle melkenden Kühe die selbe Futterration erhalten, um Futterstress zu vermeiden.“

Ein ausführliches Interview mit Frank Cordes zu den oben genannten Themen erhaltet Ihr in der nächsten Ausgabe unserer Landvolk-Zeitung.

11.12.2023
Winterveranstaltung Kirchlinteln-Kreepen

bietet spannende Einblicke zur vielfältigen Themen des Agrarbereiches

In Heitmann’s Gasthof in Kirchlinteln-Kreepen fand am vergangenen Mittwoch die Winterveranstaltung für den Bereich Kleinbahnbezirk und Kirchlintelner Geest statt. Landvolk-Vizepräsident und Vorsitzender des Kreisverbandes Jörn Ehlers sowie Geschäftsführer Alexander Kasten lieferten den Teilnehmer*innen einen spannenden Bericht zu aktuellen agrarpolitischen Themen u.a. den roten Gebieten, der SUR, und der Trinkwasserförderung. Auch der Wolf wurde thematisiert, spannende Einblicke zur aktuellen Wolfssituation brachte dabei auch der Verdener Wolfsberater Helmut Meyer vor, den wir als Kreisverband mit Freude als Gast begrüßen durfte. So wie auch Dr. Inis Graue vom Veterinäramt Verden, die den Anwesenden aus dem Tierseuchenbereich, der Tierarzneimittelüberwachung und dem Tierschutz berichtete. Als besonders wichtige Information wies sie daraufhin, dass Sauenhalter*innen bis Februar 2024 ein Umbaukonzept einzureichen hätten. Mehr Infos dazu gibt es HIER.

Des Weiteren berichtete Buchstellenleiter André Ehlebracht über die viel gefragten Themen Windradanlagen, Agri-PV-Anlagen und Freiflächen-PV-Anlagen und klärte über die steuerrechtliche Behandlung sowie die Gefahren auf. Das Résumé: Bevor ein Vertrag unterzeichnet wird, raten wir in jeden Fall dazu vorab ein Gespräch mit dem Steuerberater oder der Steuerberaterin zu führen.

Interessante Vorträge gab es darüber hinaus von Dr. Gert Kracke von der Landwirtschaftskammer Verden zur Agrarförderung 2024 und von Imker Heinrich Kersten zu Blühprojekten und den Aktivitäten der Bienenfreunde Verden.

11.12.2023
Jahresbericht 2023 des Landvolks Niedersachsen

in diesem Jahr erstmals digital

Traditionell stellt das Landvolk Niedersachsen zu seiner Mitgliederversammlung des Landesbauernverbandes seinen Jahresbericht 2023 vor. Erstmals ist dieser in diesem Jahr digital verfügbar und gibt mit einer stimmigen Kombination aus Texten, Fotos und Videos einen umfassenden Überblick über die Verbandsarbeit 2023. Der Jahresbericht 2023 ist HIER zu finden.

07.12.2023
Jörn Ehlers zum Vizepräsidenten wieder gewählt

Mitgliederversammlung vom Landvolk Niedersachsen, Landesbauernverband e. V.

Am 7.12.23 wurde unser Kreisverband-Vorsitzender Jörn Ehlers zum Vizepräsidenten beim Landvolk Niedersachsen, Landesbauernverband e. V. mit insgesamt 115 von 187 Stimmen wieder gewählt. Auf der Mitgliederversammlung stimmten somit 61,50 % aller Stimmberechtigten für ihn. Dahinter reihten sich Frank Kohlenberg (15,51 %), Huberts Berges (13,37 %) sowie Thorsten Riggert (9,09 %) ein.

Auch wir sagen herzlichen Glückwunsch und freuen uns über diese guten Nachrichten.

Aktuelles aus dem Landesverband

30.01.2026
Kartoffelangebot weit über Nachfrage
Pflanzen

(AMI) Ob Speise- oder Verarbeitungskartoffeln, die Nachfrage kann das Angebot kaum aufnehmen. Preisdruck setzt sich fort und Landwirte müssen zusehen, dass am Ende nicht die besten Kartoffeln übrigbleiben.

Das Speisekartoffelangebot wird derzeit mit gut ausreichend bis erdrückend beschrieben. Nach wie vor gibt es zu viele Kartoffeln in den Scheunen. Erzeugervertreter appellieren bereits, nun auch die Läger mit gekühlten Kisten zu öffnen, damit am Ende der Saison nicht die beste Ware keinen Marktzugang mehr hat. Aufschläge dafür sind allerdings nicht in Sicht, dafür bleibt der Markt viel zu unausgeglichen. Selbst in Zufuhrgebieten heißt es immer mehr, dass steigende Preise nicht mehr zwischen den Marktteilnehmer besprochen werden.

Auf der Nachfrageseite hat sich fast nichts geändert. Der Absatz ist besser als die Stimmung am Markt. Sonderaktionen und Marketing erfüllen ihren Zweck. So war es auch bis Ende des Vorjahres. Die Einkäufe privater Haushalte konnten im Dezember noch einem kräftig gesteigert werden, wie die AMI-Analyse der Daten von YouGov zeigt.

Das Exportgeschäft bleibt ruhig, was in Richtung Westen daran liegt, dass die Verarbeitung keinen vertragsfreien Rohstoff aufnimmt und in Richtung Osten und Südosten daran, dass die Vorräte für den Winter wie üblich noch nicht geräumt sind und das Wetter eine Ergänzung momentan noch schwierig macht. Und wenn es dann wieder losgeht, werden auch Anbieter aus anderen Ländern in einen sicherlich harten Wettbewerb treten. Die Vorratsdaten aus Frankreich beispielsweise lassen da nichts Gutes ahnen.

Der Markt für Pommes-Kartoffeln ist noch um ein Vielfaches prekärer. Weiterhin ist überall zu hören, dass die Produktverkäufe die Erwartungen nicht erfüllen und gleichzeitig die Vorräte an Rohstoff viel größer als sonst sind. Wie die Franzosen melden, hat die dortige Industrie von Juli bis Dezember gerade mal 5.000 t Rohstoff über die Vertragsmengen hinaus aufgenommen. Wahrscheinlich aber nur aus Verlegenheit (oder Gelegenheit), weil die Vertragsware die geforderten Spezifikationen nicht erfüllen konnte. Woanders wird es nicht anders aussehen, so die Einschätzung von Informationspartnern.

28.01.2026
THKG: Fristverlängerung beschlossen
Schwein

(AgE) Der Bundestag hat am 15. Januar beschlossen das Inkrafttreten des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (THKG) auf den 1. Januar 2027 zu verlegen. Die Berichterstatter betonten, dass die zusätzliche Zeit für eine grundlegende Überarbeitung genutzt werden solle. Der DBV begrüßt die Fristverlängerung als Start zur Neuentwicklung des Gesetzes. Wesentlich sind dabei die Möglichkeiten zum Downgrading sowie eine verpflichtende Kennzeichnung auch für importierte Waren, unter Einbeziehung aller Absatzmärkte. Bestehende Systeme sollen integriert werden. Zudem ist eine deutliche Bürokratieentlastung erforderlich, etwa durch reduzierte Meldepflichten und die Nutzung bereits vorliegender Daten über etablierte wirtschaftsgetragene Systeme.

28.01.2026
Global stabile Schweinefleischerzeugung erwartet
Schwein

(AMI) Für 2026 wird eine weitgehend stabile weltweite Schweinefleischproduktion erwartet. Mit rund 126,5 Mio. t dürfte das Niveau von 2025 leicht überschritten werden. Auch der globale Verbrauch dürfte nahezu unverändert bleiben. Während in der EU durch veränderte Ernährungsgewohnheiten ein leichter Rückgang erwartet wird, rechnen Russland und Vietnam mit steigender Nachfrage. In China wird eine stabile Entwicklung angenommen. Die Exporte könnten gegenüber 2025 sinken. Die USA weiten ihre Lieferungen voraussichtlich weiter aus, während für die EU deutliche Rückgänge aufgrund geringerer Produktion und Handelsbeschränkungen infolge der Afrikanischen Schweinepest erwartet werden. Brasilien dürfte seine Ausfuhren um etwa 3,8 % steigern.

28.01.2026
Internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft
Geflügel, Schwein

Eine Allianz aus neun Verbänden begrüßt die Entscheidung der Vereinten Nationen, 2026 zum „International Year of the Woman Farmer“ zu erklären. Damit wird die Bedeutung von Frauen in der Landwirtschaft hervorgehoben. Frauen leisten wichtige Beiträge zur Wertschöpfung, bringen Innovationen ein und engagieren sich in Netzwerken. Gleichzeitig bestehen weiterhin strukturelle Hürden, etwa bei Betriebsübernahmen und beim Zugang zu Führungspositionen. Die Verbände benennen acht Handlungsfelder, in denen Maßnahmen Gleichstellung, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation stärken sollen.

Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Frauen in der Landwirtschaft langfristig zu verbessern. Hier finden sie das vollständige Positionspapier:

https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/pressemitteilungen/2026/KW_04/Allianz_UN_Jahr_Frauen_in_der_Landwirtschaft_2026.pdf

28.01.2026
Russland gewinnt in China an Bedeutung
Schwein

(AgE) Russland hat sich innerhalb kurzer Zeit unter den zehn wichtigsten Schweinefleischlieferanten Chinas etabliert. Laut chinesischer Zollbehörde erreichten die Exporte 2025 rund 73,8 Mio. Euro, ein Zuwachs von mehr als 60 % gegenüber dem Vorjahr. Russland hatte erst im April 2024 mit Lieferungen begonnen. China bezog 2025 Schweinefleisch aus 17 Ländern. Spanien führte die Liste mit 508,6 Mio. Euro an, gefolgt von Brasilien, den Niederlanden und Dänemark. Die russischen Exporte nach China sanken im Dezember 2025 auf 4,1 Mio. Euro; den Höchstwert erreichten sie im Juli mit 10,6 Mio. Euro. Drei russische Unternehmen besitzen derzeit eine Exportgenehmigung, für sieben weitere wird die Zulassung geprüft.

28.01.2026
Doppelter Vorteil für Landvolkmitglieder
Betriebsmittel GmbH

Abrufschein + Investitionsbooster für E-Mobilität

Fahrzeugkauf ohne Konditionspoker: Als Mitglied im Landvolk profitieren bezugsberechtigte Mitglieder über die vom Landvolk ausgegebenen Abrufscheine von verbandsweit vom Deutschen Bauernverband verhandelten Konditionen. Bei ausgewählten E Fahrzeugen sind über 20% Rabatt möglich, In Kombination mit dem Investitionsbooster für E-Mobilität (Sonder AfA 75% im ersten Jahr) und dem 0,25% Dienstwagenvorteil entsteht ein starker Doppel Effekt.

EINFACH ERKLÄRT:
Der Abrufschein reduziert zunächst den Listenpreis eines Fahrzeugs um bis zu über 20%. Bei Vorsteuerabzugsberechtigten Betrieben kann die Umsatzsteuer auf den Anschaffungspreis erstattet werden. Das Konto wird nur mit dem Nettopreis nach Rabatt belastet.
Die effektivste steuerlicher Förderung erfolgt dann für Elektro-PKW als Dienstwagen, die Arbeitnehmer auch für private Zwecke nutzen. Der Arbeitgeber kann auf die Anschaffungskosten 75% Sonderabschreibung geltend machen. Für die Privatnutzung des Arbeitnehmers entstehen nur Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge auf 0,25% vom Bruttolistenpreis je Monat.
Die steuerliche Förderung greift auch, wenn der Elektro-PKW zu mehr als 50% für den Betrieb genutzt wird. Die Privatnutzung des Unternehmers erhöht dann nur mit 0,25% des Bruttolistenpreises je Monat den steuerlichen Gewinn. Auch hier kann die Sonderabschreibung von 75% sinnvoll genutzt werden.
Beachte: Die Sonderabschreibung von 75% gibt es nur für reine Elektro-PKW, nicht für Hybridfahrzeuge. Für bestimmte Hybridfahrzeuge wird der Wert für die Privatnutzung aber auf 0,5% statt 0,25% des Bruttolistenpreises gemindert.
Wird ein Elektro-PKW zu mehr als 50% für private Zwecke genutzt, werden als Privatanteil die anteilig auf die Privatnutzung entfallenden Kosten versteuert – eine Bevorzugung von Elektro- oder Hybrid-PKW gibt es hier nicht. Auch die Sonderabschreibung ist dann meist nicht sinnvoll, da sie den Privatanteil erhöht.

Kontakt: Den Abrufschein erhalten Sie von Ihrem Kreisverband, Rabatte für einzelne Fahrzeugmodelle können Sie jederzeit auf der Homepage der Landvolk Betriebsmittel GmbH www.Ivb-clp.de einsehen.

HINWEISE:
Konditionen: abhängig von Hersteller/Modell/Verfügbarkeit:
Nachlass: bezieht sich i.d.R. auf den UPE-Listenpreis; exkl. Überführung/ Zulassung.
Investitionsbooster / Sonder AfA: Voraussetzungen, Fristen und Kumulierbarkeit beachten;
ggf. steuerliche Beratung einholen; 0,25 % Regel für E Dienstwagen gemäß jeweils geltender Rechtslage.


Nur für Landvolk Verbandsmitglieder.

Stand: Januar 2026.

23.01.2026
Ökofachschule Kleve neuer Jahrgang startet im Sommer 2026 – Bewerbung bis 28. Feb.
Öko-Landbau

(DBV) Um einen landwirtschaftlichen Betrieb lang­fristig erfolgreich führen zu können, braucht es neben vielen produktionstechnischen Skills Management-Know-how, mehr und erst recht bei ökologischer Bewirtschaf­tung. Schwerpunkt der zweijährigen Weiter­bildung an der Öko-Fachschule in Haus Riswick, Kleve sind daher Betriebswirtschaft und Unternehmensführung sowie Marke­ting. Aber selbstverständlich wird auch Fachwissen zum Öko-Pflanzenbau und Öko-Tierhaltung vertieft. Auch die Ausbildereignungsprüfung ist Teil unseres Programms. Mit etwas mehr Einsatz (Mathe, Englisch) kann die Fachhochschulreife erlangt werden. Anmeldefrist: 28. Februar 2026 . Fachschule für Ökologischen Landbau Kleve, Tel. 02821 996-171, www.oekoschule.de  oder E-Mail an christian.wucherpfennig@lwk.nrw.de

23.01.2026
Bio-Dinkelversorgung passt
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Nach einigen Jahren Auf und Ab bei der Dinkelversorgung und den Preisen passen in dieser Saison Angebot und Nachfrage gut zusammen. Während der Süden schon ziemlich leer gekauft ist, sind im Norden noch einige Partien zu haben – und das alles zu auskömmlichen Preisen. Auch die Abnahmen bestehender Verträge laufen nach Plan. Die für die Landwirte wieder auskömmlichen Preise haben auch den Anbau im Herbst für die Ernte 2026 angekurbelt – eher im Süden als im Norden.