Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

06.12.2023
Jägerschaft Verden gewinnt Publikumspreis

Deutscher Engagementpreis

Der Deutsche Engagementpreis in der Kategorie Publikumspreis geht an die Jägerschaft Verden, diese erhielt bei der Online-Abstimmung die meisten Stimmen.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde am Dienstagabend im Deutschen Theater in Berlin überreicht. Die Jäger*innen aus Verden wurden für ihr Engagement im Naturschutz ausgezeichnet: Seit 2005 haben sie unter anderem mehr als 50 Feuchtbiotope, 22 Obstwiesen und 670 Hektar Blühflächen angelegt, teilte eine Sprecherin des Engagementpreises mit. Darüber hinaus organisiere der Verein Waldjugendspiele, an denen jährlich rund 1.200 Schüler*innen aus vielen Grundschulen des Landkreises teilnehmen.

Für die Jägerschaft Verden ist es die zweite Auszeichnung in Folge: Erst im vergangenen Jahr hatten sie für ihr Engagement im Gewässerschutz den Niedersächsischen Umweltpreis gewonnen.

Beim Deutschen Engagementpreis setzte sich die Jägerschaft Verden unter 390 Vorschlägen durch. Darunter waren auch 32 Initiativen und Vereine aus Niedersachsen - etwa die Ortsgruppe Lamstedt der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus dem Landkreis Cuxhaven, das Bündnis gegen Depression in Hildesheim, das sogenannte “Lachtelefon” in Wunstorf bei Hannover sowie die Elektro-Rikscha der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde in Lüneburg.

Der Deutsche Engagementpreis wird seit 2009 jährlich verliehen. Er wird unter anderem vom Bundesfamilienministerium gefördert. Zusätzlich zum Publikumspreis werden Preise in fünf Kategorien und ein Sonderpreis vergeben. Während beim Publikumspreis jeder Bürger online abstimmen konnte, wurden die Sieger in den anderen Kategorien von einer Fachjury ausgewählt. Auch die mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnungen werden am Abend in Berlin übergeben.

Der Vorsitzende der Jägerschaft Verden Jürgen Luttmann freut sich über die Anerkennung: “Wir sind sehr glücklich über diese Auszeichnung und die Wertschätzung unserer ehrenamtlichen Arbeit in den letzten 20 Jahren.” Einen Videobeitrag von “Hallo Niedersachsen” vom NDR finden Sie HIER.

05.12.2023
Oper & Operette auf dem Bauernhof 2024

Ticketverkauf gestartet

Dass klassische Musik und ein Bauernhof zwei Begriffe sind, die sich nicht automatisch ausschließen, wird schon seit Sommer 2001 in Waffensen auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie Holsten mit der Konzertreihe bewiesen. Nicht nur die Tatsache, dass die bisherigen Konzertreihen nahezu ausverkauft waren, belegt den Erfolg der Veranstaltung „Oper und Operette auf dem Bauernhof“ in Waffensen, sondern vor allem auch die künstlerische Qualität und das vom Landvolk und der Familie Holsten liebevoll geschaffene ländliche Ambiente dieser Konzerte. Auch im kommenden Jahr erwartet die Besucher*innen ein Potpourri aus bekannten Opern, Operetten und Konzertmelodien. Die Konzerte finden wie schon in den vergangenen Jahren auf dem Bauernhof der Familie Holsten in Waffensen, Immentun 3, 27356 Rotenburg (Wümme), statt. Ermöglicht wird die Konzertreihe durch die Unterstützung der Volksbank eG Wümme-Wieste. Die Tickets gibt es HIER.

Termine:
Freitag, den 28.06.2024 Beginn: 18:00 Uhr
Samstag, den 29.06.2024 Beginn: 15:30 Uhr
Sonntag, den 30.06.2024 Beginn: 15:30 Uhr

Tickets:
bis 31.03.2024 —> 36€ pro Ticket
ab 01.04.2024 —> 39€ pro Ticket

Künstler:
musikalischer & künstlerischer Leiter Adrian Rusnak
Sopranistin Nerita Pokvytyte
Tenor Daniel Kim
Bariton Piotr Prochera
Flötistin Arevik Khachatryan
Wasilij Rusnak

05.12.2023
Neuigkeiten aus der Imagekampagne

„Eure Landwirte – Echt grün e.V.“

Niedersächsische Landwirtschaft digital:
Im Bereich der sozialen Medien konnte unsere Imageinitiative „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ wieder eine deutliche Reichweitensteigerung verzeichnen. Vor allem der Kanal TikTok weist hier ein sehr starkes Wachstum aus und verzeichnet inzwischen rund 22.200 Follower. Dies sind rund 7800 neue Follower im Vergleich zum Vormonat. Mit den kürzer werdenden Tagen steigt auch die Nutzung der Medien. Dies ermöglicht es eine größere Anzahl an Nutzer*innen zu erreichen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die neueste Entwicklung auf TikTok, die zeigt, dass längere Inhalte von über einer Minute jetzt gut von den Nutzer*innen angenommen werden. Diese Änderung eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, unsere Reichweite zu erweitern und unsere Botschaften noch effektiver zu vermitteln. Besonders beliebt war mit einer Reichweite von über 477.000 User*innen ein informativer Beitrag über den Anbau von Süßkartoffeln mit über 1.100 Likes. Eine Userin kommentierte dazu: „toller, informativer Beitrag und weiterhin viel Erfolg bei der Ernte.“ Schaut doch selbst einmal auf den Social Media Kanälen unserer Imageinitiative vorbei: Auf Instagram und TikTok unter „eure_landwirte“ und auf Facebook unter „Echt Grün – Eure Landwirte“

Bienenfreundlicher Landwirt 2024:
Des Weiteren nimmt auch unsere beliebte Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ mit Blick auf das kommende Jahr wieder Fahrt auf. Ab sofort könnt Ihr das Online Teilnahmeformular unter dem folgenden Link ausfüllen und Euch somit für die Teilnahme qualifizieren. Hierzu müsst Ihr aus dem dort aufgeführten Maßnahmenkatalog lediglich Maßnahmen erfüllen, welche insgesamt mindestens fünf Punkte wert sind und aus mindestens zwei Kategorien stammen. Für die Teilnahme erhaltet Ihr von uns anschließend ein Aktionspaket Eurer Wahl, welches z.B. ein Feldrandschild und ein Hofschild beinhaltet, dass Euch als „Bienenfreundlicher Landwirt 2024“ auszeichnet und somit hervorragend für die Außenkommunikation genutzt werden kann. Hier geht es zum Teilnahmeformular.

04.12.2023
FINKA bietet Information zu neuen Projektergebnissen

bei Veranstaltung in Langwedel

30 konventionell arbeitende Landwirt*innen verzichten im Rahmen des Projektes FINKA (Förderung von Insekten im Ackerbau) mittlerweile schon im dritten Projektjahr auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM), die gegen Insekten und Unkräuter eingesetzt werden. Dabei werden sie von ökologisch arbeitenden Kollegen*innen aus ihrer Region beraten. Die 30 Betriebspaare arbeiten bis zum Projektende 2025 eng zusammen und gehen in einen fachlichen Austausch darüber, wie der Verzicht auf diese PSM betriebswirtschaftlich und arbeitstechnisch umgesetzt werden kann. Zusätzlich wird wissenschaftlich untersucht, wie sich die geänderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auch auf die Insektenvielfalt auswirkt. Hierzu führen das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig Bonn und die Georg-August-Universität Göttingen verschiedene Untersuchungen durch.

Am 14. Dezember lädt das FINKA-Betriebspaar Mintja und Heinrich Blohme mit Uwe Michaelis zu einer Informationsveranstaltung in gemütlicher Atmosphäre auf dem Betrieb Blohme in Hagen bei Langwedel ein. Nach einer kurzen Projektvorstellung folgen erste spannende Ergebnisse aus Untersuchungen zu den Projektauswirkungen der vergangenen Jahre auf die Flora und die Betriebswirtschaft. Anschließend geht es in die Maschinenhalle, wo die Besucher*innen neben einem Grubber sowie einem Striegel von der Firma Treffler auch eine Sichelhacke der Firma Leibing mit 9 Meter Arbeitsbreite erwartet. Abgerundet wird der Tag mit einem Kurzvortrag von Heinrich Kersten über Insekten in der Agrarlandschaft mit anschließender Diskussionsrunde.

Wann: Donnerstag, den 14.12.2023 um 14 Uhr
Wo: Hagenerstr. 3, 27299 Langwedel (OT Hagen-Grinden)

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 12.12.2023 unter sievers@landvolk-row-ver.de. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025. Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.

28.11.2023
Winterveranstaltung im Gasthaus Segelken

für den Bereich Oyten, Achim, Langwedel, Ottersberg, Fischerhude und Posthausen

Gestern fand unsere erste Winterveranstaltung für den Bereich Oyten, Achim, Langwedel, Ottersberg, Fischerhude und Posthausen im Gasthaus Segelken in Oyten-Bassen statt. Neben unserem Geschäftsführer Alexander Kasten sowie dem Vorsitzenden Jörn Ehlers, die über aktuelle agrarpolitische Themen berichteten, waren auch Karin Meyer und Jörg Bohling aus der Buchstelle mit dabei und referierten über Windpark-, Agri- und Freiflächenphotovoltaik.

27.11.2023
#ZukunftsBauer: Neues Selbstverständnis schaffen

Image der Landwirtschaft im Wandel – Hennies: Selber nach Lösungen suchen

Aufbruch, Imagewandel, Chancen und Lösungen: Die Landwirtschaft befindet sich in einem weitreichenden Prozess der Transformation. Das Landvolk Niedersachsen beteiligt sich dabei aktiv an einer vom Deutschen Bauernverband (DBV) ins Leben gerufenen Kampagne mit dem Titel #ZukunftsBauer. Dieser bewusst doppelsinnig gewählte Begriff steht hierbei für die Landwirt*innen, die die Zukunft erbauen und soll zeigen, dass diese aus dem Berufsstand heraus eine selbstkritische Analyse ihrer Arbeit vornehmen und Konzepte für ein neues bäuerliches Selbstverständnis entwickeln. „ZukunftsBauern suchen selbst nach Antworten und sind bereit, die Veränderungen mitzugestalten“, bekräftigt Landvolk-Präsident Dr. Holger Hennies zum heutigen offiziellen Start der Imagekampagne in Niedersachsen und freut sich, dass zahlreiche Berufskolleginnen und -kollegen bereits mitmachen.

Ursprung der Aktion war eine Studie aus dem Jahr 2020, in der offengelegt wurde, dass Landwirtschaft und Teile der Gesellschaft oft aneinander vorbeireden. Vorurteile und Zerrbilder waren die Folge. Das traditionelle Narrativ vom „Ernährer“ ist in der gesellschaftlichen Wahrnehmung nicht mehr so bedeutsam. „Es hat sich schon viel verändert seitdem. Wir Landwirte zeigen, dass wir modern und aufgeschlossen sind, dass uns Klima- und Naturschutz wichtig sind, dass wir bereit sind zu Kooperationen. Trotzdem dürfen wir nicht nachlassen, auch aus unseren Betrieben selbst heraus für mehr Wertschätzung zu werben und damit mehr Wertschöpfung und Zukunftssicherheit zu generieren“, sagt Hennies.

Um das Projekt #ZukunftsBauer mit Leben zu füllen, gibt es schon viele Ideen. Mitglieder einer bundesweiten Arbeitsgruppe, die das Konzept „vorgedacht“ haben, sind seit einiger Zeit in den Bauernverbänden auf Landes- und Kreisebene unterwegs, um konkrete Maßnahmen dazu vorzustellen, allen voran die DBV-Vizepräsidentin Susanne Schulze-Bockeloh. Es können seitens der #ZukunftsBauer zum Beispiel Einladungen an lokale Klimaschützer ausgesprochen oder gemeinsame Trägerschaften mit Bildungseinrichtungen gesucht sowie der Dialog mit Kirchen, Heimatverbänden, Vereinen, Tourismus-Initiativen und anderen gesellschaftlichen Gruppen gesucht werden. Zahlreiche Landwirt*innen haben sich hierzulande bereits auf den Weg in die Zukunft gemacht. Was sie zu sagen haben, hat das Landvolk Niedersachsen auf einer eigens dafür eingerichteten Homepage zusammengestellt, diese finden Sie HIER. Zudem ist ein Imagefilm produziert worden, der die ganze Bandbreite des Projektes #ZukunftsBauer zeigt und schon jetzt den Erfolg und die Reichweite der Kampagne widerspiegelt.

Auch im Kreisverbandsgebiet war das Engagement innerhalb der Kampagne groß und tolle Statements sind entstanden. Neben Videobotschaften von Berufskolleginnen und –kollegen aus der Region fand auch eine Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen Rotenburg statt, in der auch die Agrarfachschüler*innen der einjährigen und zweijährigen Fachschule zu Wort gekommen sind. Die Videos sind ebenfalls auf der obengenannten Website sichtbar und werden zudem ab Dezember täglich auf unseren Social Medie Kanälen Facebook und Instagram ausgespielt.

27.11.2023
Winterveranstaltungsprogramm des Vereins “Freunde der Landwirtschaft Verden“

Vortrag „Die Ukraine im Fokus von Politik und Medien - eine differenzierte Betrachtung“

Der Verein “Freunde der Landwirtschaft Verden“ lädt alle Interessierten zum Winterveranstaltungsprogramm 2023 ein. Mit dem Referenten Herrn Dipl.-Ing. agr. Hans-Georg Hassenpflug von der Albrecht-Thaer-Gesellschaft und seinem Vortrag „Die Ukraine im Fokus von Politik und Medien - eine differenzierte Betrachtung“ hat der Verein wieder ein interessantes und aktuelles Thema ausgesucht. In dem Vortrag wird die aktuelle Situation in der Ukraine aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet (Geschichte, Hintergründe und Kriegsursachen sowie die Situation/Bedeutung der Landwirtschaft darstellen) und versucht, Antworten auf drängende Fragen zu geben und Zusammenhänge aufzuzeigen. Hassenpflug, langjähriger leitender Mitarbeiter bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, ist jetzt als Berater und Projektleiter im Agrarbereich in der Ukraine tätig. Aktuell leitet er das Projekt „Förderung der Berufsausbildung an den landwirtschaftlichen Colleges in der Ukraine“ (FABU).

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins im Niedersachsenhof „Haag´s Hotel“ in Verden am Freitag den 01. Dezember 2023 statt und beginnt um 13.30 Uhr. Der traditionelle Landwirtschaftsball tritt dieses Jahr mit DJ KaiB im Gasthaus Meyer in Achim-Bierden am Samstag den 09. Dezember 2023 an. Eintrittskarten im Vorverkauf für den Ball gibt es bei „Meyer-Bierden“ in Achim-Bierden, Grüne Straße 3, und bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Lindhooper Straße 61 in Verden, sowie HIER. Der Verein freut sich auf regen Besuch auch von Nicht-Mitgliedern zu beiden Veranstaltungen. Einlass nur in festlicher Kleidung!

23.11.2023
Projekt "Eigene Vielfalt" lädt ein

Einführungsseminar landschaftsgerechte Heckenpflege

Das Gemeinschaftsprojekt “Eigene Vielfalt” (eine Zusammenarbeit zwischen BUND, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Landvolk Niedersachsen sowie Stiftung Kulturlandpflege) bietet ein 1,5 tägiges Einführungsseminar zur landschaftsgerechten Heckenpflege für interessierte Personen, die sich beruflich als auch privat in der Landschaftspflege engagieren, an. In dem Theorieblock (12. Dezember) werden die Bedeutung der Hecken und theoretische und technische Grundlagen fachgerechter Heckenpflege vermittelt. Geleitet wird dieser Teil des Seminars durch Björn Rohloff von der Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen, unterstützt durch Holger Westerwarp von der Landwirtschaftskammer Bezirksstelle Bremervörde. An dem Praxistag (13. Dezember) werden dann Landschaftsstrukturen angesprochen und mit fachlicher Begleitung Pflegemaßnahmen an einem ausgewählten Heckenabschnitt durchgeführt. Dabei wird Björn Rohloff durch Friedrich Beinker von der Norddeutschen Landschaftspflegeschule unterstützt.

Anmeldungen können mit Nennung der Namen der Teilnehmer*innen per Email unter jakob.klucken@nds.bund.net gemacht werden. Anmeldeschluss ist Freitag, der 08.12.2023

23.11.2023
Rückkehr der Wölfe

Podiumsdiskussion in Bad Fallingbostel

Mehr als 200 Gäste kamen am Montag zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Wolf in Bad Fallingbostel. Eingeladen hatte die Walsroder Zeitung. Es entstand eine lebhafte Diskussion zwischen den geladenen Experten auf der Bühne. Frank Faß (Inhaber Wolfcenter Dörverden), Thomas Mitschke (Freundeskreis freilebende Wölfe), Moderatorin Silvia Hermann, Christian Meyer (Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Niedersachsen), Helmut Dammann-Tamke (Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen) sowie Jörn Ehlers (Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen). Der Konsens des Abends bestand darin, dass der Wolf bleiben wird. Wie der Umgang mit dem Beutegreifer aussehen soll, da gingen die Meinungen jedoch auseinander - Vergrämung, Abschüsse, Zuschüsse für Weidetierhalter wurden diskutiert.

23.11.2023
SUR abgelehnt

Landvolk hält am sparsamen Einsatz von Pflanzenschutz fest

Für das Landvolk Niedersachsen ist die gestrige ablehnende Entscheidung des EU-Parlaments zum Vorschlag der Europäischen Kommission über neue Vorschriften bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln „folgerichtig“.

„Wir haben nicht nur ein geltendes Pflanzenschutzrecht, das einen sparsamen Umgang mit chemischen Pflanzenschutzmitteln schon lange vorschreibt. Die Bauern und Bäuerinnen in Niedersachsen sind auch kontinuierlich auf der Suche nach Möglichkeiten, den Einsatz weiter zu reduzieren“, betont Hartmut Schlepps, Umweltreferent des Verbandes. „Deshalb waren unsere Mitglieder ja so vor den Kopf gestoßen, als der völlig überzogene Vorschlag aus Brüssel kam, ohne Rücksicht auf die Betriebe, die besonders betroffenen Regionen und die Versorgung mit heimischen, bezahlbaren Produkten mit dem Rasenmäher alles pauschal zu reduzieren oder komplett zu verbieten“, verdeutlicht der Landvolkexperte den Hintergrund des massiven Widerstands aus der Landwirtschaft.

Auf den konventionell wie ökologisch wirtschaftenden Höfen wird die Entscheidung nach Einschätzung des Landesbauernverbandes mit Erleichterung aufgenommen, denn auch den Öko-Betrieben gingen die Vorgaben zu weit.

Für das Landvolk steht außer Frage, dass die Vereinbarungen zum Pflanzenschutz im „Niedersächsischen Weg“ auch nach der gestrigen Entscheidung in Straßburg in Niedersachsen weiterhin Bestand haben sollen. Dazu zählen ein Reduzierungsziel um 25 Prozent bis 2030, freiwillige kooperative Bereitstellung von Vorrangflächen für die Biodiversität, Schutzstreifen an Gewässern, der Einsatz moderner Technik in der maschinellen Unkrautregulierung und eine auf widerstandsfähige Sorten konzentrierte Züchtung.

Aktuelles aus dem Landesverband

23.01.2026
Erzeugerpreise für Bio-Milch verharren auf hohem Niveau
Öko-Landbau

Im November ist der Aufwärtstrend der Bio-Milchpreise im Bundesgebiet zum Stillstand gekommen. Der durchschnittliche Bio-Milcherzeugerpreis lag aber weiterhin deutlich über dem Preis des Vorjahresmonats. Der Großteil der Molkereien zahlte im ein konstantes Milchgeld aus. Hier und da kam es allerdings auch zu leichten Preisrücknahmen.

23.01.2026
Bio-Kartoffeln: Ruhiger Jahresauftakt bei stabilen Preisen
Öko-Landbau

Nach dem Jahreswechsel und der Feiertagsphase nimmt der Absatz von Bio-Kartoffeln langsam wieder Fahrt auf. Mit den aktuellen Aktionsprogrammen wird mit einer spürbaren Belebung gerechnet. Kurzfristige Preisaufschläge auf Erzeugerebene stehen jedoch nicht zur Diskussion.

23.01.2026
Bio-Schweinepreise stabilisieren sich
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Der Auftrieb der Bio-Schweinepreise der vergangenen Monate hat sich im Dezember eingebremst, die Preise stabilisieren sich auf hohem Niveau. Die Preisanpassungen der Unternehmen gehen jetzt in beide Richtungen und heben sich in der Summe fast auf. Die knappe Versorgung der letzten Jahre mit den hohen Auszahlungspreisen hat inzwischen einige Landwirte motiviert, in die Bio-Schweinehaltung einzusteigen bzw. diese auszuweiten.

23.01.2026
Neues Informationsportal des Deutschen Bauernverbandes
Öko-Landbau, Pflanzen

(DBV) www.exklusiv.bauernverband.de ist das neue Informationsportal den Bauernverband und ersetzt die DBV Monatspublikation dbk

Die Deutsche Bauern Korrespondenz (dbk) ist auf die neue Website umgezogen. Unter www.exklusiv.bauernverband.de  finden alle Bauernverbandsmitglieder das neue digitale Informations-Zuhause des DBV.  Die dbk-App als 1. Schritt in die digitale Welt ist damit eingestellt. Im Jahr 1948 erstmals erschienen, blickt das Mitgliedermagazin des DBV auf eine beachtliche Historie zurück. Im Monatsrhythmus wird seitdem die agrarpolitische Fachexpertise der ehren- und hauptamtlichen DBV-Vertreter veröffentlicht. Als wichtiges Nachschlagewerk für die zentralen Informationen, Positionen und Argumente des Verbandes über die letzten Jahrzehnte ist die dbk das Gedächtnis des DBV. Die Digitalisierung wird mit der neuen Online-Plattform konsequent fortgesetzt. DBV exklusiv wird die Fachexpertise des DBV weiterführen. Der Monatsrhythmus hat ausgedient, Die „dbk“-Kommunikation geht ab sofort modern, effizient und crossmedial. Jeder Autor, jeder Leser, jedes Mitglied, jeder Landes-, Kreis- oder Ortsverband kann die Inhalte mit einem Klick jederzeit über seine Social-Media-Kanäle teilen und die gemeinsamen Botschaften des Berufsstandes verbreiten. Mitglieder melden sich einfach mit ihrer Mitgliedsnummer an, andere berechtigte Nutzer mit ihrem Freischaltcode, den sie vom DBV erhalten (haben).
Am Bezug interessiert oder Fragen? – dbvexklusiv@bauernverband.net

23.01.2026
EU-Weizen verliert am Exportmarkt an Boden
Pflanzen

(AMI) Am Terminmarkt für Weizen sorgen internationale Tender zwar für Nachfrageimpulse, doch günstige Offerten aus Argentinien und dem Schwarzmeerraum setzen die Notierungen weiter unter Druck.

Die Weizenkurse an der Pariser Börse bewegen sich weiterhin in einer engen Handelsspanne. Am 21.01.2026 schloss der Fronttermin März 2026 bei 189,50 EUR/t und verzeichnete damit auf Wochensicht ein leichtes Plus von 0,75 EUR/t. Der Kontrakt der Ernte 2026 hingegen gab nach und schloss zuletzt bei 194,00 EUR/t, was einem Rückgang von 1,00 EUR/t gegenüber der Vorwoche entspricht.

Bei global üppigen Weizenvorräten großer Exporteure richten Marktakteure ihren Fokus derzeit verstärkt auf neue internationale Ausschreibungen bedeutender Importländer, die den Kursen zuletzt etwas Unterstützung verliehen. So kaufte Algerien zu Beginn der laufenden Handelswoche insgesamt rund 907.000 t Weichweizen, nachdem zunächst von einem Volumen von etwa 595.000 t ausgegangen worden war. Ein erheblicher Teil dieser Menge soll mit Weizen argentinischen Ursprungs gedeckt werden. Die niedrigen Preise dürften dabei selbst Anbieter aus der Schwarzmeerregion verdrängt haben – trotz der oftmals unter den Erwartungen liegenden Qualität des argentinischen Weizens.

Argentinien wird voraussichtlich eine Rekordernte von Weizen in Höhe von rund 27,5 (Vorjahr: 18,51) Mio. t einfahren. Mit diesem hohen Angebot verschärft sich der Wettbewerbsdruck auf dem Weltmarkt weiter, insbesondere auch auf dem für die EU wichtigen nordafrikanischen Absatzmarkt.

Vor dem Hintergrund der intensiven Konkurrenz auf dem Exportmarkt senkte das Beratungsunternehmen Expana seine monatliche Prognose für die Weichweizenexporte der Europäischen Union in der Saison 2025/26 von zuvor 30,0 auf nun 28,8 Mio. t. Als Begründung wurden insbesondere die schleppenden Lieferungen aus den nördlichen EU-Mitgliedstaaten sowie aus Rumänien angeführt.

23.01.2026
Deutscher Brotgetreidemarkt bleibt richtungslos
Pflanzen

(AMI) Während einzelne Qualitäten leicht zulegen, bleibt das Marktgeschehen insgesamt schleppend. Gedämpfte Stimmung bei Erzeugern und geringe Nachfrage prägen das Bild.

Größere Preissprünge blieben auch in dieser Handelswoche aus. Die Weizenkurse an der Pariser Börse bewegten sich weiterhin in einer engen Handelsspanne und gaben damit weiter die Richtung vor. Auf Erzeugerstufe werden für Eliteweizen im Mittel rund 179,42 EUR/t aufgerufen, nach 179,25 EUR/t in der Vorwoche. Qualitätsweizen verteuert sich hingegen auf Wochensicht um 1,55 EUR/t auf durchschnittlich 175,37 EUR/t. Für Brotweizen werden frei Erfasserlager 169,60 EUR/t gezahlt, was einem Wochenplus von 2,03 EUR/t entspricht. Demgegenüber können die Forderungen für Braugerste das Vorwochenniveau nicht halten, auch wenn das Wochenminus mit 0,14 EUR/t auf im Schnitt 161,82 EUR/t gering ausfällt. Für Brotroggen werden weiterhin 145,10 EUR/t aufgerufen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Ex-Ernte-Geschäft. Hier verzeichnet Brotroggen mit einem Plus von 1,41 EUR/t auf durchschnittlich 139,17 EUR/t den stärksten Preisanstieg. Brotweizen verteuert sich um 0,81 EUR/t auf 170,77 EUR/t, während Qualitätsweizen um 0,53 EUR/t auf 183,02 EUR/t zulegt. Eliteweizen tendiert hingegen schwächer und gibt im Wochenvergleich um 0,48 EUR/t auf 190,85 EUR/t nach. Deutlichere Abschläge zeigt Braugerste mit einem Rückgang von 1,30 EUR/t auf 171,73 EUR/t.

Das niedrige Preisniveau konnte zuletzt nur begrenzt Neugeschäft generieren. Bei den Verkäufern schwindet zunehmend die Hoffnung auf wieder deutlich festere Preise, sodass vermehrt aus Liquiditäts- oder Platzgründen Ware am Markt angeboten wird. Zufrieden sind die Erzeuger damit jedoch nicht; insgesamt bleibt die Stimmung am heimischen Markt gedrückt. Das Marktgeschehen kommt nur schleppend aus dem Winterschlaf. Auch die Mühlen treten lediglich sporadisch als Käufer auf und verweisen bevorzugt auf ihre gute Deckung, insbesondere für die vorderen Liefertermine. Angesichts des großen Angebots auf nationaler und internationaler Ebene ist ohnehin keine Eile geboten.

Die Großhandelspreise für deutschen Qualitätsweizen zur prompten Lieferung lagen am 13.01.2026 franko Hamburg bei 214 EUR/t und damit 1 EUR/t über dem Vorwochenniveau. Zum Vorjahreszeitpunkt wurden jedoch noch 255 EUR/t gefordert. Bei geringen Umsätzen orientieren sich die Großhandelspreise weiterhin eng an den Entwicklungen der Börsenkurse. Brotweizen wird franko Hamburg mit 206 EUR/t bewertet (Vorjahr: 234 EUR/t), ebenfalls 1 EUR/t über der Vorwochenlinie. Franko Niederrhein konnten die Preise ebenfalls um 1 EUR/t auf 204 EUR/t (Vorjahr: 243 EUR/t) zulegen.

23.01.2026
Futtergetreide kann sich besser behaupten
Pflanzen

(AMI) Das Exportgeschäft mit Futtergetreide aus deutscher Erzeugung flacht ab, gleichzeitig werden Partien am Markt angeboten, Erzeuger akzeptieren teils das Preisniveau.

In der 4. Kalenderwoche ziehen die Notierungen an der Euronext an. Am 21.1.2026 legt der Maiskontrakt gegenüber der Vorwoche um 3,75 auf 192,50 EUR/t zu und erreicht zwischenzeitlich sogar 193,75 EUR/t. Die Weizennotierung in Paris kann mit dieser Dynamik nicht ganz Schritt halten: Sie steigt lediglich um 0,75 auf 189,50 EUR/t.

Am Kassamarkt bleibt der Handel mit Futtergetreide insgesamt ruhig. Die festeren Vorgaben vom Terminmarkt werden nur teilweise in den physischen Markt übertragen; regional wirken Logistik und verfügbare Partien stärker als die Börse. Die Preise für Futterweizen bewegen sich weiterhin auf dem Niveau der Vorwoche und liegen im Bundesdurchschnitt frei Erfasserlager minimal höher bei 165,03 EUR/t. Auch Futtergerste zeigt sich nahezu unverändert mit 161,51 EUR/t. Nach Angaben des Handels werden die Futtergetreidepreise gestützt, da das Zufrieren der Binnengewässer regional zu zusätzlicher Nachfrage aus dem näheren Umfeld führt. Die LKW-Belieferung gewinnt damit an Bedeutung; knapper Frachtraum wirkt zusätzlich preisstabilisierend.

Körnermais bleibt weiterhin knapp verfügbar. Preislich zeigt er sich stabil, folgt dem Aufwärtstrend der europäischen Börsen jedoch nur abgeschwächt. Der Kassapreis steigt um 0,45 EUR/t auf 182,57 EUR/t.

Im Großhandel zeigen sich im Wochenvergleich unterschiedliche Preisbewegungen. Franko Niederlande bleiben die Notierungen für Futtergerste mit 196 EUR/t sowie für Mais mit 215 EUR/t unverändert, während sich Futterweizen um 1 EUR/t auf 198 EUR/t verteuert. Am Oberrhein gibt Futterweizen um 1 EUR/t auf 188 EUR/t nach, während Mais mit 209 EUR/t stabil notiert. Auch in Südoldenburg bleiben die Maispreise mit 213 EUR/t unverändert. Dort legt Futterweizen um 1 EUR/t auf 197 EUR/t zu, während Futtergerste weiterhin bei 194 EUR/t notiert.

23.01.2026
Preissteigerungen für Raps
Pflanzen

(AMI) Im Aufwind des Handelsabkommens zwischen China und Kanada bewegen sich auch die Pariser Rapsnotierungen aufwärts. Das zieht auch die Erzeugerpreise mit nach oben.

Die Pariser Rapsnotierungen konnten sich im Wochenverlauf befestigen. Der Fronttermin Februar schloss am 22.01.2026 bei 476,25 EUR/t und damit rund 5,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Damit schrumpft der Invers, also der Abstand zwischen dem Front- und Folgetermin, von 6,50 EUR/t auf aktuell 4,25 EUR/t. Auch Partien der Ernte 2026 ziehen an, hier fällt das Plus sogar etwas deutlicher aus. Unterstützung kam dabei insbesondere von der kanadischen Börse, nachdem sich Kanada und China auf ein Handelsabkommen einigten.

Auf Großhandelsebene schlagen die Preise dagegen keine eindeutige Richtung ein. Während franko Hamburg die Offerten für prompte Ware um 10 auf 469 EUR/t zurückgenommen wurden, sind franko Hamburg mit 489 rund 1 EUR/t mehr möglich. Ausschlaggebend für das Minus franko Hamburg ist jedoch neben der deutlich zurückgenommenen Prämie (-5) auch der Wechsel der Anlehnung von dem Februar auf den Mai-Kontrakt. Für Partien der Ernte 2026 sind bis zu 459 EUR/t im Gespräch. Dabei verläuft der Handel auch weiterhin in ruhigen Bahnen. Austral-Ware wird weiterhin offeriert, findet jedoch kaum Abnehmer. Die Importströme aus dem Schwarzmeerraum sind indes nahezu versiegt.

Auch am heimischen Rapsmarkt bleibt es ruhig. Lediglich vereinzelt wird Ware vermarktet, entweder aus Platz- oder Liquiditätsgründen. Dabei signalisieren Ölmühlen gebietsweise Bedarf. Mit der Vermarktung der kommenden Ernte wird in der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen vorerst abgewartet. Aktuell sind hier im Mittel 423,40 EUR/t möglich und damit 2,50 EUR/t mehr als noch in der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2025 befestigen sich und klettern mit 451,00 EUR/t wieder über die Marke von 450,00 EUR/t. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 425-470 EUR/t.

23.01.2026
Kartoffelmarkt bleibt perspektivlos
Pflanzen

(AMI) Ohne Frost führt die bessere Verfügbarkeit von Speisekartoffeln zu einem wachsenden Angebot. In Zuschussregionen sprechen Erzeuger Aufschläge für Lagerkosten an. Frittenkartoffeln finden nicht genug Käufer. Das Preisniveau führt zu Verwerfungen. Drittlandexporte laufen nur schwach.

Für Speisekartoffeln bleibt die Nachfrage am Inlandsmarkt noch recht gut, beim Export ist hier und da von Absatzschwächen zu hören. Preislich hat sich nichts verändert. Ob das bald anders wird, bleibt abzuwarten. Zumindest im Rheinland, wo jetzt der Übergang von Flächenläger auf Kistenware erfolgt, werden Aufschläge diskutiert. In Niedersachsen sind die Perspektiven dafür momentan nicht so gut. Nachdem die Frostperiode vergangene Woche vorerst endete, ist das Angebot wieder gestiegen.

Pommes frites Markt läuft nicht rund

Vom Markt für Pommes frites Kartoffeln gibt es weiterhin eher beunruhigende Informationen. Eine Verbesserung, der oft als desaströs beschrieben Lage, ist vorerst nicht in Sicht. Darüber kann auch eine leicht höhere Notierung für Rohstoff in den Niederlanden nicht hinwegtäuschen. Derzeit scheinen Verarbeiter in Westeuropa zu überlegen, die Herstellung von TK-Pommes weiter herunterzufahren, bis hin zum Stillstand einzelner Werke und/oder Verarbeitungsstraßen für ein bis zwei Wochen. Bereits öffentlich darüber berichtet wird im Fall von Lamb Weston. Das Unternehmen schließt zudem ein Werk in Argentinien endgültig – verlagert aber die Aktivitäten in ein neues Werk im Land – und kündigt Produktionskürzungen in den Niederlanden an.

Neben weiteren Produktionsrückgängen führen die niedrigen Preise zu Verwerfungen. Informationspartner glauben, dass das Auszahlen von frachtfernen Vertragsmengen ohne anschließende Abholung weiter Schule machen wird. Warum sollte man auch mehr für Transportkosten als für Rohstoff von vor Ort bezahlen, wird sich da manch einer denken.

Die EU-Exportdaten für TK-Kartoffelprodukte im November bestätigen wieder die schwache Absatzlage am Weltmarkt. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurden mit 174.000 t rund 6,8 % weniger an den globalen Markt geliefert. Damit erhöht sich der Rückgang für die ersten 5 Monate des aktuellen Wirtschaftsjahres 2025/26 um minus 6,4 % auf 884.000 t. Gegenüber der Saison 2023/24 sind es sogar minus 8,7 %.

Rückläufig sind die Mengen an wichtigen Märkten wie Großbritannien, den USA, Australien oder Saudi-Arabien. Die machen mengenmäßig am meisten aus. Prozentual brechen Märkte in Asien wie Malaysia, Indonesien oder Japan stärker weg, was vor allem an der Konkurrenz mit Anbietern aus China oder Indien liegen dürfte.

Es gibt aber auch positive Entwicklungen. Länder wie Brasilien oder Kolumbien, wohin weit mehr als in asiatische Länder geht, nahmen sowohl im November 2025 als auch in den ersten 5 Monaten mehr Pommes frites aus der EU auf. Das Mercosur-Abkommen dürfte diesen Trend unterstützen.